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Admeto
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Admeto, Re di Tessaglia (HWV 22) ist eine Oper (Dramma per musica) in drei Akten von Georg Friedrich Händel, die ihre UrauffĂźhrung am 31. Januar 1727 im Kingâs Theatre am Haymarket in London erlebte. Es war Händels zweite Oper mit zwei weiblichen Hauptrollen fĂźr Faustina Bordoni und Francesca Cuzzoni, und zu Lebzeiten des Komponisten eine seiner erfolgreichsten Opern. Es ist auch Händels zweite italienische Oper Ăźber ein mythologisches Sujet, nach Teseo (1713).cite-ref-1[1]cite-ref-2[2]
Contents
⢠Entstehung
⢠Wiederaufnahmen
⢠Libretto
⢠Handlung
⢠Erster Akt
⢠Zweiter Akt
⢠Dritter Akt
⢠Musik
⢠Orchester
⢠Erster Akt
⢠Zweiter Akt
⢠Dritter Akt
⢠Reaktionen
⢠Diskografie
⢠Literatur
⢠Weblinks
⢠Einzelnachweise
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
Entstehung
Die siebente Spielzeit der Royal Academy of Music war am 7. Juni 1726 mit einer Vorstellung von Alessandro vorzeitig beendet worden, weil der Starkastrat Senesino âgesundheitlich indisponiertâ war und in der Folge nach Italien reiste, um sich auszukurieren.cite-ref-3[3] Seine Abwesenheit war der Grund dafĂźr, dass die neue Opernsaison am Haymarket-Theatre erst verspätet am 7. Januar 1727 mit Attilio Ariostis Lucio Vero, imperator di Roma beginnen konnte.cite-ref-4[4] Zuvor war das Haymarket-Theatre im September und Oktober von einer Truppe italienischer KomĂśdianten bespielt worden.cite-ref-5[5]cite-ref-6[6]
Es ist nicht bekannt, wann Händel mit der Komposition des Admeto begann, und sowohl das Autograph, als auch die Direktionspartitur sind verschollen.cite-ref-baselt-7-0[7] In einer von sechs zeitgenĂśssischen Abschriften, der von Charles Jennens angefertigten âFlower copieâ (in der Newman Flower Handel Collection, Manchester), findet sich jedoch am Ende das Datum des 10. November 1726. Man geht davon aus, dass Händel die Komposition an diesem Datum beendete und dass Jennens es vom Autographen Ăźbernommen hat.cite-ref-8[8]cite-ref-9[9]
Die Urauffßhrung fand am 31. Januar 1727 statt, mit den folgenden Sängern:
⢠Antigona â Francesca Cuzzoni (Sopran)
⢠Trasimede â Antonio Baldi (Altkastrat)
⢠Orindo â Anna Vicenza Dotti (Alt)
⢠Meraspe â Giovanni Battista Palmerini (Bass)
Die Oper kam in dieser Saison bis zum 18. April auf neunzehn Vorstellungen â mehr als jede andere Händeloper innerhalb einer Spielzeit.cite-ref-10[10]cite-ref-baselt-7-1[7] Im sogenannten âColman Opera Registerâ wurde am 4. April vermerkt, dass âwährend dieser Zeit das Haus jeden Abend voller war als jemals zuvor in einer Oper, und das Ăźber einen so langen Zeitraum hinwegâ (âduring this time the house filled every night fuller than ever was known at any opera for so long togetherâ).cite-ref-11[11]cite-ref-12[12]
Johann Joachim Quantz, der spätere FlĂśtenlehrer Friedrichs des GroĂen und Hofkapellmeister in Berlin, befand sich zu dieser Zeit gerade in London und erlebte im März eine AuffĂźhrung der Oper. Er fand, Admeto habe
â[âŚ] prächtige Musik. Die Faustina, die Cuzzoni und Senesino, alle drey Virtuosen vom ersten Range, waren die Hauptacteurs darinn, die Ăźbrigen waren mittelmäĂig (âŚ). Das Orchester bestand grĂśstentheils aus Deutschen, aus einigen Italienern, und ein paar Engelländern. Castrucci, ein italienischer Violinist, war der AnfĂźhrer. Alle zusammen machten, unter Händels Direction, eine Ăźberaus gute Wirkung.â
â
Johann Joachim Quantz
:
Herrn Johann Joachim Quantzens Lebenslauf, von ihm selbst entworfen.
Berlin 1754.
Händels Nachbarin und Verehrerin Mary Pendarves hatte zusammen mit einer Freundin, Mrs. Legh, bereits die erste Probe des Admeto am 25. Januar 1727 erlebt und schrieb danach ihrer Schwester:
âMrs. Legh is transported with joy at [âŚ] hearing Mr. Handelâs opera performed by Faustina, Cuzzoni & Senesino [âŚ] she is out of her senses.â
âMrs. Legh ist hingerissen vor Freude, [âŚ] nachdem sie Mr. Händels Oper gehĂśrt hat, aufgefĂźhrt von Faustina, Cuzzoni und Senesino [âŚ] sie ist ganz von Sinnen.â
â
Mary Pendarves
:
Brief an Ann Granville. London 1727.
Laut Charles Burney soll ein Mann in der Galerie die Cuzzoni in einer AuffĂźhrung des Admeto nach der Arie âSeân vola lo sparvierâ (Nr. 13) mit folgenden Worten bejubelt haben: âDamn her! she has got a nest of nightingales in her belly.â (âVerdammtes Weib! Sie hat ein ganzes Nest von Nachtigallen im Leibe!â)cite-ref-15[15]cite-ref-16[16] Burney Ăźberliefert auch, dass Lady Sarah Cowper (die Frau Spencer Cowpers und eine Schwester des William Clavering-Cowper, 2. Earl Cowper) in der Besetzungsliste ihres Textbuches neben Faustinas Namen schrieb: âShe is the devil of a singerâ (âSie ist ein Teufel von einer Sängerinâ).cite-ref-17[17]
Ein Teil des Erfolgs des Admeto dßrfte auf die sensationelle Starbesetzung zurßckzufßhren sein. Doch während es in Italien relativ normal war, dass in einer Oper zwei gleichrangige Primadonnen auftraten, konnten Teile des englischen Publikums und der Aristokratie mit dieser Tatsache offenbar nicht umgehen, sondern hatten unter Anstachelung durch die Presse und durch Satirenschreiber zwei Fangemeinden gebildet, die entweder nur die Bordoni oder nur die Cuzzoni verehrten und dies auch während der Auffßhrungen in rßcksichtsloser Weise kundtaten.cite-ref-ograjen-ek-18-0[18]
So berichtete die Countess of Pembroke, der Cuzzoni sei vor einer AuffĂźhrung Ăśffentlich gedroht worden, man werde sie âvon der BĂźhne herunterzischenâ, und die Sängerin habe deshalb eigentlich nicht auftreten wollen. Tatsächlich machten die âFaustinianerâ in einer AuffĂźhrung des Admeto am 4. April (?)cite-ref-19[19] während einer Arie der Cuzzoni solchen Lärm, dass man nichts mehr hĂśren konnte, woraufhin ihre Anhänger âFaustina danach nicht mehr zu Wort kommen lieĂenâ.cite-ref-20[20] Der Skandal war umso grĂśĂer, weil das Alles in Gegenwart von Prinzessin Amelia passierte. Die Belastung fĂźr die Sängerinnen wurde offenbar so unerträglich, dass beide sich kurz nacheinander im April 1727 krankmeldeten.cite-ref-21[21] Auch Quantz berichtete, dass die beiden Publikums-âPartheyenâ (im Mai/Juni in Giovanni Bononcinis Astianatte) âso wider einander aufgebracht waren, daĂ die eine pfiff, wenn die andere in die Hände klatschete, und umgekehrt...âcite-ref-22[22] SchlieĂlich musste die Spielzeit nach einer Vorstellung von Bononcinis Astianatte am 6. Juni wegen des ungebĂźhrlichen Benehmens des Publikums in Anwesenheit der Princess of Wales vorzeitig abgebrochen werden.cite-ref-ograjen-ek-18-1[18]cite-ref-23[23]
Wiederaufnahmen
Eine Wiederaufnahme des Admeto erfolgte in der nächsten Saison mit insgesamt neun AuffĂźhrungen, sechs vom 30. September bis 4. November 1727 und drei weitere im MaiâJuni 1728.cite-ref-24[24] Da Anna Dotti inzwischen aus dem Ensemble ausgeschieden war, wurde die von ihr gesungene Hosenrolle des Orindo dabei fĂźr eine Mrs. Wright in âOrinda, eine Hofdameâ umgewandelt und dieser Part aus logischen GrĂźnden extrem gekĂźrzt; Teile von Orindos Partie in Akt II und III gingen dafĂźr an die Figur des Meraspe.cite-ref-25[25] Mit einer AuffĂźhrung von Admeto schloss die Akademie am 1. Juni 1728 verfrĂźht die Saison ab; eine geplante AuffĂźhrung wurde wegen einer Erkrankung der Bordoni abgesagt. Das war zugleich das Ende der sogenannten ersten Opernakademie.cite-ref-26[26]
Eine weitere Wiederaufnahme (dann fßr die New Academy), fßr sechs Vorstellungen, fällt in den Dezember 1731/Januar 1732. Hierfßr waren bis auf Senesino alle Sänger neu, und Händel arbeitete die Oper erheblich um. Neun Arien wurden gestrichen und dafßr fßnf neue (teilweise aus älteren Werken) hinzugefßgt. Die Tessitur von zwei Partien musste geändert werden: Alceste fßr die Altistin Anna Bagnolesi und Ercole fßr den Tenor Giovanni Battista Pinacci; die Rolle des Orindo fiel ganz weg. Eine weitere geplante Auffßhrung am 4. Januar fiel wegen der Erkrankung eines Sängers aus.cite-ref-27[27]
Eine Neuinszenierung in London fand im Jahr 1754 statt, wieder am Haymarket, unter dem jetzigen Direktor Francesco Vanneschi, zu der Händel Besetzungs- und Transpositionsvorschläge gemacht haben soll.cite-ref-baselt-7-2[7] Es wird vermutet, dass er sein Autograph und seine Direktionspartitur (Handexemplar) fßr diese Auffßhrungen zur Verfßgung stellte, und dass diese später bei einem Brand des Theaters vernichtet wurden; sie sind bis heute (Stand 2026) verschollen. Es handelte sich um eine Mischung aus den Fassungen von 1727 und 1731. Die erste dieser insgesamt fßnf Vorstellungen wurde am 12. März gegeben.cite-ref-28[28] Die Auffßhrung vom 6. April 1754 gilt als letzte Bßhnenauffßhrung einer Händeloper bis zum 20. Jahrhundert.cite-ref-29[29]
Weitere AuffĂźhrungsgeschichte
Auf dem Kontinent stand die Oper in Hamburg und Braunschweig unter dem Titel Admetus, KĂśnig in Thessalien auf dem Spielplan. In Braunschweig gab es AuffĂźhrungen im August 1729, sowie im Februar 1732 und August 1739 unter der musikalischen Leitung von Georg Caspar SchĂźrmann,cite-ref-30[30] der auch eine deutsche Textfassung der Rezitative und des Schlusschors gemacht hatte.
An der Hamburger Oper am Gänsemarkt wurde das Werk zwischen 1730 und 1736 dreizehnmal gespielt. Die Arien wurden auch hier wie ßblich auf Italienisch und die Rezitative auf Deutsch (Textfassung: Christoph Gottlieb Wend) gesungen. Die musikalische Leitung dieser Auffßhrungen hatte Georg Philipp Telemann, der auch einige Arien hinzu komponiert hatte.
Die erste moderne Wiedergabe von Admeto fand am 14. Oktober 1925 in deutscher Sprache (Textfassung: Hans DĂźtschke) und mit den fĂźr die Kastratenpartien in dieser Zeit Ăźblichen Oktavtranspositionen in Braunschweig unter der Leitung von Franz Mikorey statt.
Die erste Darbietung des StĂźckes in historischer AuffĂźhrungspraxis war eine konzertante AuffĂźhrung im Zusammenhang mit der Schallplattenproduktion des gesamten Werkes am 2. Juni 1977 im Rahmen des Holland Festivals im Concertgebouw in Amsterdam durch Il complesso barocco unter Leitung von Alan Curtis.
Libretto
Es ist nicht bekannt, wer das Textbuch fßr Händel aufbereitete. Unter Fachleuten bestehen unterschiedliche Meinungen darßber, ob Nicola Francesco Haym oder Paolo Antonio Rolli diese Aufgabe ßbernahm, die beide fßr die Opernakademie arbeiteten.cite-ref-31[31]cite-ref-32[32]cite-ref-33[33]
Das erste Libretto zu diesem Thema war Aurelio Aurelis LâAntigona delusa da Alceste, das von Pietro Andrea Ziani fĂźr Venedig 1660 erstmals vertont und in der Folge oft aufgefĂźhrt wurde: 1661 in Bologna, 1662 in Mailand, 1669 in Neapel, 1670 in Venedig und schlieĂlich 1679 und 1681 in Hannover. Das Hannoveraner Textbuch mit dem Titel LâAlceste ist eine Bearbeitung von Aurelis Dichtung durch den kurfĂźrstlich-hannoverschen Hofpoeten Ortensio Mauro; die Musik Zianis wurde dafĂźr durch einen unbekannten Komponisten namens Matthio Trento ergänzt. Vermutlich war das Hannoveraner Libretto von 1679 die direkte Grundlage fĂźr Händels Oper, denn die Arie Gelosia, spietata Aletto (Nr. 23) ist nur in diesem enthalten. Laut Dean gibt es âkeinen Grund anzunehmen, dass dem Librettisten Händels mehr als eine Quelle vorlagâ.cite-ref-34[34]
Die Vorlage wurde fĂźr Händel stark verändert, dabei wurden ein Prolog, mehrere GĂśtter (Pluto, Merkur, Cloto), eine Dienerfigur (Lesbo) sowie komische Szenen gestrichen. Nur sieben Arientexte wurden beibehalten, aber meist in veränderter Form. Andererseits wurde eine ganze Reihe neuer Szenen hinzu erfunden bzw. neu gedichtet, darunter der Beginn des ersten Aktes und das Ende aller drei Akte sowie Admetos groĂe Soloszene in Akt II, Szene 8, mit der Arie âAh, sĂŹ, morròâ (Nr. 25).cite-ref-35[35]
Handlung
Historischer und literarischer Hintergrund
Der Hauptstrang der Handlung basiert auf der Geschichte von Admetos und Alkestis, wie sie von Euripides in seiner TragĂśdie Alkestis (438 v. Chr.) dargestellt wurde. Demnach gab KĂśnig Pelias, der Vater der Alkestis, seine Zustimmung zu einer Heirat seiner Tochter mit Admetos, dem KĂśnig von Pherai in Thessalien, nur unter einer Bedingung: Admetos sollte einen Wagen, der von einem LĂśwen und einem Eber gezogen wurde, nach Iolkos lenken. Admetos gelang dies mit der Hilfe Apollons, und das Paar heiratete. Da Admetos jedoch vergessen hatte, vor der Hochzeit das Ăźbliche Opfer darzubringen, forderte die GĂśttin Artemis seinen Tod. Apollon Ăźberzeugte daraufhin die Parzen, dass jemand anderes fĂźr Admetos sein Leben geben dĂźrfe â nur Alkestis war dazu bereit.
Andere Elemente der Handlung, insbesondere um die Figur der Antigona, wurden fĂźr die Oper von Aureli und Ziani 1660 frei hinzu erfunden. Die Verkleidung der Alceste als Mann bzw. Krieger ist ein typisches Element der venezianischen Oper des 17. Jahrhunderts, ebenso wie das âSpiel mit Porträtsâ.cite-ref-36[36] Antigona und Trasimede tragen Namen, die aus der griechischen Mythologie â zum Teil mehrfach â bekannt sind, aber nur Antigona gibt sich in ihrer Auftrittsszene (Akt I,4) als Tochter des Laomedon zu erkennen, Trasimede hat offenbar nichts mit der entsprechenden mythologischen Figur zu tuncite-ref-37[37] (Siehe auch: Antigone (Begriffsklärung), Thrasymedes (Mythologie)).
Erster Akt
Saal in Admetos Palast, mit seinem Krankenbett und einer Statue Apollos. Admeto, der KĂśnig von Thessalien, liegt im Sterben. In seinen Wahnvorstellungen und Träumen wird er von Geistern und Dämonen heimgesucht. Der HĂśfling Orindo erzählt ihm, dass es seinem Bruder Trasimede ebenfalls schlecht geht, da er vom Portrait einer Frau besessen ist. Da kommt der berĂźhmte Held Ercole herein, der seinem alten Freund einen Besuch abstattet, um mit seinen Heldentaten zu prahlen und um sich von ihm zu verabschieden. Währenddessen betet Alceste zu Apollo um das Leben ihres Mannes. Die Statue antwortet, dass nur der Tod eines nahen Verwandten das Leben des todgeweihten KĂśnigs retten kann. Alceste beschlieĂt, ihr Leben fĂźr ihren Ehemann zu opfern.
In einem WaldstĂźck. Antigona und ihr Lehrer und Erzieher Meraspe sind aus Troja geflohen, das vor einiger Zeit von Ercole geplĂźndert wurde. Sie fristen ihr Dasein als Hirten in einem nahe gelegenen Wald. Antigona hat von der Krankheit Admetos gehĂśrt und sieht diese als Strafe der GĂśtter, da er ihr einst die Ehe versprochen, jedoch die Verlobung mit ihr gelĂśst hatte, um Alceste heiraten zu kĂśnnen. Sie schickt Meraspe in den Palast und weist ihn an, sich als ihr Vater auszugeben.
Im Garten des kÜniglichen Palastes. Alceste ist bereit zu sterben. Ihre Hofdamen, die sie davon unter Tränen abhalten wollen, schickt sie weg mit dem Befehl, ihr Opfer nicht zu beklagen. Sie ersticht sich daraufhin. Da kommen Ercole und Admeto, der sich ßber seine Wiedergenesung freut. Da hÜren sie Klagerufe. Sie gehen denselben auf den Grund und finden die Leiche Alcestes. Admeto, der seine Gemahlin ßber alles liebt, bittet Ercole, sie aus der Unterwelt zu retten, so wie er es einst mit Theseus getan hatte. Ercole stimmt zu.
Im WaldstĂźck wie zuvor. Meraspe kehrt zu Antigona in den Wald zurĂźck und verkĂźndet ihr den Tod der Rivalin und erzählt von den Geschehnissen im kĂśniglichen Palast. Diese freut sich, da sie nun endlich Admeto heiraten kann. Eine Jagdgesellschaft nähert sich, angefĂźhrt von Trasimede, dem Bruder Admetos, der allerdings nicht recht bei der Sache zu sein scheint, da er ein Bild einer Frau bei sich trägt, das er zu vergĂśttern scheint. Er erkennt in Antigona die Frau auf seinem Portrait und fragt beide nach ihren Namen. Sie seien âRosildaâ und der Mann bei ihr sei ihr Vater, genannt âFidalboâ. Trasimede bietet ihnen eine Anstellung als Gärtner im Palast an, was Antigona gerne annimmt, da sie so Admeto nah sein kann und hofft, ihm eine Lektion erteilen zu kĂśnnen.
Zweiter Akt
In der Unterwelt. Einige Jahre später. Alceste ist im Hades, wo sie an einen Felsen gekettet wurde und von Furien und bĂśsen Geistern gequält und vom HĂśllenhund Cerberus bewacht wird. Ercole erscheint, besiegt Cerberus im Kampf und zerreiĂt Alcestes Ketten. Danach vertreibt er die Furien und befreit Alceste aus der Unterwelt. Sie freut sich, wieder mit ihrem Gatten vereint sein zu kĂśnnen.
Im Garten des Palastes. Antigona arbeitet nun als Gärtnerin im Palast, wo sie die Aufmerksamkeit des HĂśflings Orindo auf sich gezogen hat, den sie jedoch verschmäht. Trasimede hat das Interesse an dem Portrait verloren, von dem er so besessen war. Jetzt hat er es auf âRosildaâ abgesehen, die dem Bildnis so sehr ähnelt, und wirft dieses beiseite, woraufhin Orindo es aufhebt. Antigona alias âRosildaâ interessiert sich jedoch fĂźr niemanden auĂer KĂśnig Admeto und weist auch Trasimede zurĂźck. Orindo bringt das Portrait zu Admeto und sagt ihm, dass Trasimede nicht ehrlich gewesen sei, als er ihm ein anderes Bildnis der trojanischen Prinzessin gezeigt habe, mit der er verlobt war. Trasimede hatte es offensichtlich durch das Bild eines weit weniger attraktiven Mädchens ersetzt. Admeto ist erstaunt Ăźber die Ăhnlichkeit des Portraits mit seiner neuen Gärtnerin âRosildaâ. Sie erzählt ihm, dass Prinzessin Antigona tot sei und fragt ihn, ob er sie heiraten wĂźrde, wenn diese noch am Leben wäre. Admeto gibt keine zufriedenstellende Antwort und lässt âRosildaâ immer noch sehr unglĂźcklich zurĂźck.
Im Wald. Alceste, ins Leben zurĂźckgekehrt, hat sich als Soldat verkleidet, um herauszufinden, ob Admeto sich in der Zwischenzeit erneut verliebt hat. Sie bittet Ercole in der Zwischenzeit zu Admeto zu gehen und ihm auszurichten, dass er sie nicht habe finden kĂśnnen. Admeto ist deprimiert und sucht die Einsamkeit. Der Grund seiner Niedergeschlagenheit ist die Tatsache, dass er zwei Frauen liebt, die nicht mehr am Leben zu sein scheinen. Er beschlieĂt darum, selbst zu sterben. Trasimede, der âRosildaâ gefangen nehmen lieĂ, lässt sie nun wegen der Ăhnlichkeit zu Antigonas Portrait wieder frei. Ein Page bringt Trasimede ein Bild Admetos. Trasimede lässt es in den Palast zurĂźckbringen, wobei es der Page verliert. âRosildaâ hebt das Bild auf und kĂźsst es, wobei sie von Alceste beobachtet wird, die auch das Bild gesehen hat. Sie fragt Antigona, ob sie Admeto liebe, und sie bejaht es. Auf die Frage, ob dieser sie auch liebe, weiĂ sie keine Antwort und schweigt deshalb. Alceste befĂźrchtet das Schlimmste und mĂśchte ihren Gatten schon verfluchen. Sie will aber erst die ganze Wahrheit erfahren, bevor sie einen Fehler begeht.
Dritter Akt
Ein Hof. Aufgeregt erzählt Meraspe Admeto die Wahrheit Ăźber âRosildaâ/Antigona und auch Ăźber ihren Plan den KĂśnig zu heiraten. Da kommt Orindo herein und erzählt von Ercole, der allein aus der Unterwelt zurĂźckgekommen ist. Er wird aber gleich darauf wieder weggeschickt, um Antigona zu befreien, nichtsahnend, dass sie schon frei ist.
Meraspe versichert Admeto, dass Antigona ihn liebe und ihm immer treu ergeben sein wird. Admeto steckt nun im Dilemma. Einerseits vergeht er vor Sehnsucht nach seiner toten Alceste, andererseits mĂśchte er die Zuneigung Antigonas genieĂen. Ercole versucht Admeto einzureden, dass Alceste im Elysium sein muss, da er sie in der Unterwelt nicht finden konnte. Der Versuch gelingt: Er glaubt ihm. Aber er beschlieĂt auch, sich Antigona zuzuwenden. Ercole, etwas geschockt, dass seine Geschichte nicht das bewirkt, was sie sollte, vermutet, dass Alceste wohl allen Grund zur Eifersucht hat.
Antigona ist allein. Sie kĂźsst erneut Admetos Bild und wird von Alceste Ăźberrascht, die es ihr entreiĂt. Orindo erscheint, und da Alceste noch immer verkleidet ist, verhaftet er den âSoldatenâ. Er hält sie fĂźr den EntfĂźhrer Antigonas. Dieselbe nimmt sich wieder das Bild. Ercole kehrt zurĂźck und ist erstaunt, Alceste in Ketten zu sehen. Er weist die Soldaten an, sie freizulassen und sagt ihr, dass der KĂśnig eine andere Frau liebt. Alceste ist auĂer sich vor Wut, kann sich aber beherrschen.
Im Palast. Trasimede fällt auf das von Meraspe verbreitete GerĂźcht herein, dass Antigona Admeto heiraten soll. Meraspe verkĂźndet dabei âRosildasâ wahre Identität. Admeto und Antigona schwĂśren sich ihre Liebe und werden von Trasimede und Alceste belauscht. Da stĂźrzt sich Trasimede auf seinen Bruder, mit einem Schwert bewaffnet, um ihn zu tĂśten. Alceste kann ihm aber gerade noch das Schwert aus der Hand nehmen und wird von Admeto als sein Angreifer âerkanntâ, da Trasimede sich verstecken kann. Der KĂśnig lässt Alceste festnehmen. Nun erkennt er seine totgeglaubte Gattin. Trasimede traut sich nun auch aus seinem Versteck und der KĂśnig vergibt ihm. Dieser zĂśgert nun, welcher Frau er sein Herz schenken soll. Da ergreift Antigona seine Hand und legt selbige in Alcestes Hand. Sie soll seine Gattin bleiben, denn sie hat ihm zweimal das Leben gerettet. Alceste singt ein Liebeslied fĂźr ihren Gatten, der seine Schuld anerkennt: Der einen schuldet er sein Leben, der anderen seine Ehre.
Musik
Händels Admeto wurde von verschiedenen Autoren wegen ihrer âErfindungskraft in formaler Hinsichtâ (Baselt) und ihres vielfältigen âAusdrucksspektrumsâ (Woyke) gepriesen. Hervorgehoben wurde dabei die hohe Qualität der âDarstellung ⌠des ĂbernatĂźrlichen und des Dramatisch-Effektvollenâ (Baselt), insbesondere in den einleitenden Szenen des ersten und zweiten Aktes, die naheliegenderweise auch immer wieder mit Gluck (u. a. Alceste) verglichen wurden und Händels Rolle als bedeutenden Wegweiser betonten.cite-ref-38[38]cite-ref-woyke-180-39-0[39] Bernd Baselt hielt die Oper sogar fĂźr âeine der groĂartigsten SchĂśpfungen unter Händels rund 40 musikdramatischen Meisterwerkenâ. Doch trotz der streckenweise âauĂerordentlichen Ausdruckskraftâcite-ref-baselt2-40-0[40] der Musik ist andererseits festzustellen, dass die musikalische Qualität nicht immer gleich ist. So fand beispielsweise Winton Dean das Niveau des letzten Aktes schwächer als die beiden ersten Akte, was er auf dramaturgische GrĂźnde zurĂźckfĂźhrte.cite-ref-41[41]
Die Oper beginnt mit einer Ouverture im franzĂśsischen Stil in d-moll,cite-ref-42[42] deren Fuge ein lebhaftes Thema hat, das zu Beginn in den Oberstimmen in EngfĂźhrung erscheint. Etwas weniger als die Hälfte der Musiknummern â 18 von insgesamt 39 (ohne Secco-Rezitative) â steht in Moll-Tonarten; auch die Verteilung der Tonarten Ăźber die drei Akte ist ziemlich ausgewogen. Jeder Akt beginnt in Moll und endet in Dur und insgesamt Ăźberwiegen die B-Tonarten.cite-ref-43[43]
Der formale Einfallsreichtum der Partitur zeigt sich unter anderem im Einsatz der relativ hohen Zahl von fĂźnf orchesterbegleiteten Accompagnato-Rezitativen und deren ausdrucks- und fantasievoller Gestaltung, sowie in einem äuĂerst effektvollen Einsatz von Instrumentalsätzen,cite-ref-woyke-180-39-1[39] wie gleich zu Beginn in der ausdrucksvollen Eingangsszene, Ăźber die Charles Burney mit Berufung auf Augenzeugen berichtete, â...dass Senesino nie besser gesungen und gespielt oder das Publikum mehr in seinen Bann gezogen hat, als in dieser Szeneâ (â...that Senesino never sung or acted better, or more to the satisfaction of the public, than in this sceneâ).cite-ref-44[44] Dabei folgt, anders als in den meisten Opern Händels, auf die Ouverture kein leichtfĂźĂiger Tanz, sondern eine tragisch gefärbte Introduzione (Nr. 1). Im folgenden Accompagnato âOrride larveâ (Nr. 2) sieht sich der todkranke Admeto von schrecklichen Geistern der Unterwelt umgeben. Zu der meisterhaften Gestaltung gehĂśren zahlreiche, abrupte Wechsel des Ausdrucks, auch in den Figurationen der Begleitung, und weitschweifende Modulationen mit teilweise unerwarteten UmschwĂźngen der Harmonik. Fast nahtlos schlieĂt sich das durchkomponierte Es-Dur-Arioso âChiudetevi, miei lumiâ, mit einem absteigenden Eingangsmotiv, an, in dem Admeto seine Sehnsucht nach ewiger Ruhe und Frieden ausdrĂźckt.cite-ref-45[45]cite-ref-46[46]
In der Abschiedsszene mit Alceste (Akt I,4) werden die Secco-Rezitative von einem kurzen streicherbegleiteten Accompagnato âRisanarti non puoiâ (Nr. 4) der sprechenden Statue unterbrochen. Die folgende Arie der Alceste âLuci care, addioâ (Nr. 5) in der traditionellen Todestonart f-moll hat keine Dacapo-Form, sondern ist durchkomponiert; die Begleitung besteht anfangs nur aus dem Continuo, zu dem sich die Streicher und relativ spät eine TraversflĂśte gesellen.cite-ref-baselt2-40-1[40] Dean bezeichnete dieses StĂźck als âa wonderful creation, as subtle in design as it is poignant in expressionâ (âeine wundervolle SchĂśpfung, so subtil in der Form, wie ergreifend im Ausdruckâ).cite-ref-47[47] Einen extremen Kontrast zur gedämpften Trauer dieser Szene bildet der folgende Auftritt der Antigona, der mit einem Orchesterritornell in relativ heiterem F-Dur und einem weiteren Accompagnato beginnt.
Als besonders gelungen gilt auch die Szene mit Ercole und Alceste in der Unterwelt zu Beginn des zweiten Aktes, die ein weiteres Beispiel fĂźr die interessante Gestaltung der Partitur ist und vor allem von Instrumentalsätzen getragen wird:cite-ref-woyke-180-39-2[39] Die zweiteilige (manchmal als âOuvertureâ bezeichnete) Einleitung in g-moll (Nr. 14) zeichnet ein intensives Bild des Schreckens, besonders in der kunstvollen, von chromatischen Linien durchzogenen Fuge, an die sich ein kurzes, aber fulminantes, von Streichern in dĂźsterem Unisono begleitetes Accompagnato fĂźr Ercole (Nr. 15) anschlieĂt. Nach einem Wortwechsel von Ercole und Alceste im Secco-Rezitativ folgt als Darstellung von Ercoles Kampf mit den GeschĂśpfen der Unterwelt und den Furien eine weitere Sinfonia (Nr. 16) in g-moll â ein dramatisch bewegtes, Ăźber ein Motiv aus Sechzehntelläufen gearbeitetes Allegro, mit signalartigen EinwĂźrfen der Holzbläser (Oboen, Fagotte).cite-ref-48[48] Einen frĂśhlichen Abschluss findet die Szene nach einer weiteren kurzen Unterhaltung in Alcestes Arie âQuanto godrĂ â (Nr. 17a), einem Allegro in der Paralleltonart B-Dur, das sich in der Orchestrierung mit konzertierenden Oboen und Fagott harmonisch an die vorhergehende Sinfonia anschlieĂt.
Die fĂźr Senesino komponierte Titelrolle des Admeto hat fĂźnf Arien, zwei Ariosi, zwei Accompagnati sowie ein Duett mit Antigona. Der Part ist namentlich in seinen melancholischen und tragischen Aspekten mit besonderem EinfĂźhlungsvermĂśgen behandelt. DafĂźr stehen, abgesehen von der bereits besprochenen Eingangsszene, seine aus Accompagnato und Aria bestehende Scena âQuivi tra questi solitarii orrori ...Ah, sĂŹ, morròâ (Nr. 24â25) und das von âauf und ab wogenden EinwĂźrfen der Violinenâcite-ref-baselt2-40-2[40] begleitete Arioso âA languir ed a penarâ (Nr. 29) zu Beginn des dritten Aktes, die zu den HĂśhepunkten der Partitur zählen.
Die Arie âCangiò dâaspettoâ (Nr. 9) im ersten Akt, die Admeto nach seiner unerwarteten Genesung singt, ist von einer ausgelassenen âLustigkeitâ, die einen geradezu beiĂenden Kontrast zu dem vorhergehenden Selbstmord der Alceste (von dem er ja nichts weiĂ) bildet. Die nach der Nachricht von ihrem Tod erklingende Gleichnisarie âUn lampo e speranzaâ wirkt trotz der melancholischen Tonart h-moll und einer sehr hohen, fragilen Violinbegleitung merkwĂźrdig unbeteiligt oder gar unangemessencite-ref-49[49] â zumindest wenn sie so betont tänzerisch interpretiert wird wie in den Einspielungen mit RenĂŠ Jacobs (unter A. Curtis 1978) oder Tim Meads (unter McGegan 2009).
Admetos Duett (Nr. 37, âAlma mia! Dolce ristoro!â) mit der âfalschen Frauâ Antigona ist eine âhĂśchst originelleâ Kreation.cite-ref-baselt2-40-3[40] Es wird von einer Art Ostinato eingeleitet, der aus einer viertaktigen, ausgesprochen eingängigen, hĂźpfenden Melodie besteht, die im Verlauf des StĂźckes in verschiedenen Stimmen der Begleitung wiederkehrt und fast wie ein ironischer Kommentar wirkt, während die beiden Gesangsstimmen in schmelzenden Belcanto-Phrasen, teilweise in Terzen oder Sexten oder einander imitierend, gefĂźhrt werden. Es ist eine der Perlen der Partitur (âone of the gems of the scoreâ).cite-ref-50[50]
Die beiden Rollen fĂźr Faustina Bordoni und Francesca Cuzzoni wurden von Händel mĂśglichst gleichwertig behandelt. Beide haben sieben Arien â es fällt allerdings auf, dass Antigona/Cuzzoni zusätzlich ein Accompagnato und ein Duett mit Admeto singt, obwohl inhaltlich Alceste/Bordoni als die âeigentlicheâ Primadonna gelten kann. Händels Besetzung der beiden Frauenrollen hatte mĂśglicherweise etwas mit dem Timbre und der Tessitur der Stimmen zu tun: Wie Baselt meinte, mag er das etwas dunklere Timbre der Bordoni fĂźr Alceste und âdie helle Sopranstimme der Cuzzoni und die unschuldig rĂźhrende Zartheit ihrer Tongebungâ fĂźr Antigona passender gefunden haben.cite-ref-baselt2-40-4[40] Doch ansonsten scheinen die beiden Sängerinnen geradezu gegen den Strich besetzt, zumindest werden sie, wie Chrysander richtig feststellte, hier ânicht so nach ihren hervorstechenden Fähigkeiten verwandtâ, wie in den Ăźbrigen vier Opern Händels in derselben Besetzung, und âeigentlich hätte Cuzzoni die Alceste singen mĂźssenâ, wegen âFaustinas Mangel an GemĂźthstiefeâ (unter Berufung auf Quantz).cite-ref-51[51] Das lässt sich dadurch untermauern, dass Händel ausgerechnet das tiefsinnigste und traurigste StĂźck der Alceste, die auch formal ungewĂśhnliche, oben erwähnte Arie âLuci care, addioâ (Nr. 5), auf Bordonis Wunsch (ab ihrer Benefizvorstellung am 7. März 1727) gegen das deutlich konventionellere Andante âSpera, sĂŹ, mio caro beneâ (Nr. 5b) austauschte.cite-ref-52[52]cite-ref-53[53]
Von Alcestes Ăźbrigen sechs Arien stehen zwei weitere in Moll: Das E-moll-Siciliano âFarò cosĂŹ piĂš bellaâ (Akt I, Nr. 8), das sie in ernster, aber relativ abgeklärter, wĂźrdiger Stimmung zum Abschied von ihren Hofdamen singt, und die dramatische Eifersuchtsarie âGelosia, spietata Alettoâ (Akt II, Nr. 23), ein virtuoses Allegro in g-moll. Die anderen beiden Arien Alcestes im zweiten Akt, âQuanto godrĂ â (Nr. 17a) und âVedrò fra pocoâ (Nr. 28) fallen durch ihre exquisite Orchesterbegleitung auf, die erstere mit virtuosen Soli der Oboen, die zweite durch einen eleganten kontrapunktischen Satz.cite-ref-54[54] Im letzten Akt konnte die Sängerin in âLĂ dove gli occhi io giroâ (Nr. 34) ihre technische Bravour mit Vogelimitationen in Form anmutiger triolischer Koloraturen, Triller und Tonrepetitionen demonstrieren.cite-ref-baselt2-40-5[40]
FĂźr die musikalische Charakterisierung der Antigona spielt ihre Verkleidung als Schäferin eine SchlĂźsselrolle. Daher ist bereits ihr erster Auftritt mit dem Accompagnato âAdmeto traditorâ (Nr. 6) eindeutig pastoral gefärbt, in der typischen Tonart F-Dur und unter Verwendung von Bordunbässen. Auch die unschuldige Heiterkeit und Leichtigkeit der meisten ihrer Arien hängt mit ihrem (schein-)pastoralen Charakter zusammen. MerkwĂźrdigerweise stehen vier ihrer Arien in B-Dur.cite-ref-55[55] Ihre einzige Arie in Moll ist âDa tanti affanni oppressaâ (Nr. 22) im zweiten Akt, die genau wie Alcestes âFarò cosĂŹ piĂš bellaâ (Akt I, Nr. 8) ein Siciliano ist, und sogar in derselben Tonart e-moll steht. Antigonas âDa tanti affanniâ ist ein Ausbruch echter, tiefer Verzweiflung und Ăźbertrifft insofern Alcestes eher gehaltene Arie an Ausdruckstiefe â Händel nutzte hier bewusst die Stärke der Cuzzoni in rĂźhrenden Arien. Das kommt auch in dem innigen âIo ti bacio, oh bella imagoâ (Nr. 33) zum Tragen, einem sehr intimen, nur vom Continuo begleiteten Largo in B-Dur, das zuerst nach wenigen Takten durch Alcestes Auftreten unterbrochen wird und erst nach einem Wortwechsel vollständig erklingen kann.cite-ref-56[56]
Den secondo uomo Trasimede stattete Händel fĂźr den Altisten Antonio Baldi mit vier Arien aus, die alle sehr schĂśn, sorgfältig gearbeitet und ausdrucksmäĂig sehr verschieden sind. Bei seinem ersten Auftritt singt er ein heiteres und zugleich hĂśfisches, mit HĂśrnern besetztes Jagd-Menuett (Nr. 12), wo er Antigona mit der GĂśttin Diana vergleicht. âDa te piĂš tosto partirâ (Nr. 19) ist ein Es-Dur-Larghetto, in dem er die Sympathien des Publikums gewinnt, indem er seine ehrlichen GefĂźhle fĂźr sie in einer anrĂźhrenden, liedhaften Schlichtheit ausdrĂźckt. Die dritte Arie âChi è nato alle sventureâ (Nr. 26) hat einen anmutigen, tänzerischen Charakter und ist fein mit solistischen Oboen orchestriert. Sein bis dahin sympathisch gezeichnetes Naturell bekommt erst im dritten Akt einen âKratzerâ, als er von Eifersucht getrieben das wĂźtende âArmati, oh core, di cieco sdegnoâ (Nr. 36) singt und später seinen Bruder angreift.cite-ref-57[57]
Die zwei Arien des dramaturgisch wichtigen Ercole, ursprßnglich fßr den Bassisten Boschi, gehÜren leider zu den Schwachpunkten der Partitur, seine interessanteste Szene ist die oben beschriebene Unterweltszene zu Beginn des zweiten Aktes, die ihren musikalisch Wert und Ausdruck aber in erster Linie in Orchesterstßcken erhält.
Die beiden kleinen Nebenrollen von Orindo und Meraspe haben je eine Arie, von denen besonders Meraspes edles âSignor, lo credi a meâ (Nr. 30) hervorgehoben zu werden verdient.cite-ref-58[58]
Orchester
TraversflĂśte, zwei Oboen, Fagott, zwei HĂśrner, Streicher, Basso continuo (Violoncello, Laute, Cembalo).
Struktur der Oper
Erster Akt
| Scena I | 1. Introduzione . (2 Ob, Str, BC) |
|---|---|
| | 2. Recitativo accompagnato ed Arioso . Admeto (Str, BC) Orride larve / Chiudetevi, miei lumi |
| | Recitativo. Orindo, Admeto Sire, lâinvitto Alcide |
| Scena II | Recitativo. Ercole, Admeto A bastanza onorato nella tua Regia fui |
| | 3. Aria . Ercole (2 Ob, Str, BC) La gloria sola, che ognâor bramai |
| Scena III | Recitativo. Orindo, Admeto, Alceste Consolati, Signor! |
| | 4. Recitativo accompagnato. Statua (Str, BC) Risanarti non puoi |
| | Recitativo. Admeto, Alceste, Orindo Stravagante portento! |
| | 5. Aria. Alceste (Fl, Str, BC) Luci care, addio, posate! |
| Scena IV | 6. Sinfonia e Recitativo accompagnato. Antigona, Meraspe (2 Ob, Str, BC) Admeto traditor |
| | 7. Aria. Antigona (2 Ob, Str, BC) Spera allor, che in mar turbato |
| Scena V | Recitativo. Alceste Non lagrimate |
| | 8. Aria. Alceste (Str, BC) Farò cosÏ piÚ bella |
| Scena VI | 9. Aria. Admeto (2 Ob, Str, BC) Cangiò dâaspetto il crudo fato |
| | Recitativo. Ercole, Admeto, Voce di dentro, Orindo Quanto io goda, Admeto |
| Scena VII | Recitativo. Orindo, Admeto, Ercole Oh, come spesso è, Sire |
| | 10. Aria. Admeto (Str, BC) Un lampo è la speranza |
| Scena VIII | Recitativo. Antigona, Meraspe Meraspe ancor dalla citta non torna |
| Scena IX | 11. Sinfonia. (2 Ob, 2 Hr, Str, BC) |
| | Recitativo. Trasimede, Meraspe, Antigona Cara Antigona amata |
| | 12. Aria. Trasimede (2 Ob, 2 Hr, Str, BC) Se lâarco avessi e i strali |
| Scena X | Recitativo. Antigona, Meraspe Non potra meglio il fato |
| | 13. Aria. Antigona (2 Vl, BC) Seân vola lo sparvier per ogni estraneo lido |
Zweiter Akt
| Scena I | 14. (Ouverture.) (2 Ob, Str, BC) |
|---|---|
| | 15. Recitativo accompagnato. Ercole , Alceste (2 Vl, BC) In van ti scuoti, in vano |
| | 16. Sinfonia. (2 Ob, Fg, Str, BC) |
| | Recitativo. Ercole, Alceste Ecco, Alceste spezzati |
| | 17a. Aria. Alceste (2 Ob, Fg, Str, BC) Quanto godrĂ , allor che mi vedra |
| Scena II | Recitativo. Antigona, Orindo E che sperar possâio |
| | 18a. Aria. Orindo (2 Vl, BC) Bella, non tâadirar! |
| Scena III | Recitativo. Trasimede, Antigona, Orindo Godo, oh bella |
| | 19. Aria. Trasimede (Str, BC) Da te piĂš tosto partir voglâio |
| Scena IV | Recitativo. Antigona Per me si strugge Trasimede, oh Dio! |
| | 20. Aria. Antigona (2 Ob, Str, BC) E per monti e per piano e per selve |
| Scena V | Recitativo. Orindo, Admeto Sire, da che bramasti |
| | 21. Aria. Admeto (2 Ob, Str, BC) Sparite, oh pensieri, se solo volete |
| Scena VI | Recitativo. Antigona, Meraspe, Trasimede Ecco chi tanto adoro |
| | 22. Aria. Antigona (2 Ob, Str, BC) Da tanti affani oppressa |
| Scena VII | Recitativo. Ercole, Alceste A qual fine, oh Regina |
| | 23. Aria. Alceste (2 Ob, Str, BC) Gelosia, spietata Aletto |
| Scena VIII | 24. Recitativo accompagnato. Admeto (Str, BC) Quivi tra questi solitarii orrori |
| | 25. Aria. Admeto (2 Ob, Str, BC) Ah, sÏ, morrò |
| Scena IX | Recitativo. Antigona, Trasimede Lasciatemi, oh felloni! |
| Scena X | Recitativo. Trasimede Questo dunque è il ritratto |
| | 26. Aria. Trasimede (2 Ob, 2 Vl, BC) Chi è nato alle sventure |
| Scena XI | Recitativo. Antigona, Alceste Il ritratto dâAdmeto |
| | 27. Aria. Antigona (2 Ob, Str, BC) La sorte mia vacilla |
| Scena XII | Recitativo. Alceste Questâe dunque la fede |
| | 28. Aria. Alceste (2 Ob, Str, BC) Vedrò fra poco, se lâidol mio |
Dritter Akt
| Scena I | 29. Arioso. Admeto (2 Vl, BC) A languir ed a penar mâha destinato Amor |
|---|---|
| | Recitativo. Meraspe, Admeto, Orindo Ah Sire, imploro |
| | 30. Aria. Meraspe (2 Ob, Str, BC) Signor, lo credi a me |
| Scena II | Recitativo. Admeto Amor, qual nuova fiamma |
| | 31. Aria. Admeto (2 Ob, 2 Vl, BC) La tigre arde di sdegno |
| Scena III | Recitativo. Ercole, Admeto Dalla Regia dellâombre |
| | 32. Aria. Ercole (2 Ob, Str, BC) Amor è un tiranno |
| Scena IV | Arioso. Antigona e Recitativo SĂŹ ti bacio, oh bella imago / Dio! Labro vile ed indegno |
| Scena V | Recitativo. Rodrigo, Evanco, Giuliano Ola, soldati, ecco qui |
| | 33. Aria. Antigona (2 Ob, Str, BC) Io ti bacio, oh bella imago |
| Scena VI | Recitativo. Ercole, Orindo, Alceste Che veggio, oh ciel, che veggio? |
| | 34. Aria. Alceste (2 Vl, BC) LĂ dove gli occhi io giro |
| Scena VII | Recitativo. Meraspe, Trasimede, Antigona Prence, meco gioisci! |
| | 35. Aria. Antigona (2 Vl, BC) E che ci posso far |
| | Recitativo. Trasimede Mie speranze abbattute |
| | 36. Aria. Trasimede (Str, BC) Armati, oh core, di cieco sdegno! |
| | Recitativo. Trasimede Ma giunge il Re |
| Scena VIII | Recitativo. Admeto, Alceste, Antigona, Trasimede Vieni, Antigona mia |
| | 37. Duetto . Antigona, Admeto (2 Ob, 2 Vl, BC) Alma mia! Dolce ristoro! |
| | Recitativo. Trasimede, Alceste, Admeto Muori! Fermati, iniquo! |
| Scena IX | Recitativo. Orindo, Admeto, Antigona, Alceste Signore� Sia arrestato costui! |
| Scena X | Recitativo. Ercole, Alceste, Admeto Opportuno qui giungo |
| Scena XI | Recitativo. Trasimede, Admeto, Alceste, Antigona No, no, Signor, son qui |
| | 38. Aria. Alceste (2 Ob, Str, BC) SĂŹ, caro, caro, sĂŹ |
| | Recitativo. Admeto Ad Alceste la vita, a te lâonore |
| | 39. Coro. (2 Ob, 2 Hr, Str, BC) Se un core è contento |
Reaktionen
Robert Hassell, ein Musikverleger aus der Provinz, schrieb am 27. April 1727 in einem Brief:
â[âŚ] Admetus has had a great run much above its merits in my opinion. For it is not so good as Rodelinda and two or three more, but has been more followed and cryed up than any of them.â
â[âŚ] Admetus hat einen groĂen Erfolg gehabt, der meiner Meinung nach weit Ăźber seine Verdienste hinausgeht. Denn er ist nicht so gut wie Rodelinda und zwei oder drei andere, wurde aber mehr beachtet und hochgejubelt als alle anderen.â
â
Mary Howe
:
Brief an Lady Sundon, London 1727.
 ⌠Comme il n'y a aucun spectacle en danses en dÊcorations en machines et que le thÊâtre est dÊnouÊ de Choeurs' et de cette multitude d'acteurs qui dÊcorent la scène, on peut dire que le nom d'opÊra est mal appliquÊ a ce spectacle, c'est plutôt un beau concert sur un thÊâtre. 
â⌠Da es keine VorfĂźhrungen von Tänzen, von Dekorationen, von Maschinen gibt und das Theater ohne ChĂśre und ohne die Vielzahl von Schauspielern auskommt, die ein Schmuck der BĂźhne sind, kann man sagen, dass der Begriff âOperâ fĂźr diese AuffĂźhrungen unpassend ist; es handelt sich viel eher um ein schĂśnes Konzert in einem Theater.â
â
Pierre Jacques Fougeroux
:
Voiage dâAngleterre dâHollande et de Flandre fait en lâannĂŠe 1728
Ăber den berĂźchtigten Publikumsstreit wegen der beiden Primadonnen berichtete die Countess of Pembroke, Mary Howe, im FrĂźhjahr 1727 an Lady Sundon (Charlotte Clayton), die Garderobendame der Prinzessin Caroline:
â[âŚ] Cuzzoni had been publicly told [âŚ] she was to be hissed off the stage on Tuesday; she was in such concern at this, that she had a great mind not to sing, but I [âŚ] positively ordered her not to quit the stage, but let them do what they would [âŚ] and she owns now that if she had not that order she would have quitted the stage when they cat-called her to such a degree in one song, that she was not heard one note, which provoked the people that liked her so much, that they were not able to get the better of their resentment, but would not suffer the Faustina to speak afterwards.â
â[âŚ] daĂ man der Cuzzoni [âŚ] Ăśffentlich erzählt hat, man wĂźrde sie am Dienstag von der BĂźhne herunter zischen; sie war darĂźber in solcher BesorgniĂ, daĂ sie groĂe Lust hatte garnicht zu singen, aber ich [âŚ] gab ihr die ganz bestimmte Weisung, nicht die BĂźhne zu verlassen, es geschehe auch da was da wolle [âŚ] und sie bekennt nun, daĂ, wenn sie nicht diesen Befehl gehabt hätte, sie die BĂźhne verlassen haben wĂźrde, als die Gegner in einem ihrer Gesänge so katzmusicierten, daĂ kein Mensch eine Note hĂśren konnte, was diejenigen, welche sie so gern hĂśren, entrĂźstete, die nun auch nicht dulden wollten, daĂ Faustina nach ihr zu Wort komme.â
â
Mary Howe
:
Brief an Lady Sundon, London 1727.
Diskografie
⢠Mithridate/Ponto PO-1029 (1968): Maureen Lehane (Admeto), Janet Baker (Alceste), Sheila Armstrong (Antigona), Margaret Lensky (Trasimede), John Kitchener (Ercole), Jean Temperley (Orindo), Norman Welsby (Meraspe). The Baroque Opera Orchestra; Dir. Anthony Lewis.
⢠Virgin 61369-2 (1977): RenÊ Jacobs (Admeto), Rachel Yakar (Alceste), Jill Gomez (Antigona), James Thomas Bowman (Trasimede), Ulrik Cold (Ercole), Rita Dams (Orindo), Max von Egmond (Meraspe). Il complesso barocco; Dir. Alan Curtis. (217 Min.)
⢠Arthaus 101257 (2007): Matthias Rexroth (Admeto), Romelia Lichtenstein (Alceste), Mechthild Bach (Antigona), Tim Mead (Trasimede), Raimund Nolte (Ercole), Melanie Hirsch (Orindo), Gerd Vogel (Meraspe). Händelfestspielorchester Halle; Dir. Howard Arman. (DVD, 196 Min.)
⢠C Major 702008 (2009): Tim Mead (Admeto), Marie Arnet (Alceste), Kirsten Blaise (Antigona), David Bates (Trasimede), William Berger (Ercole), Andrew Radley (Orindo), Wolf Matthias Friedrich (Meraspe). FestspielOrchester GÜttingen; Dir. Nicholas McGegan. (DVD, 181 Min.)
Literatur
⢠Bernd Baselt: Thematisch-systematisches Verzeichnis. Bßhnenwerke. In: Walter Eisen (Hrsg.): Händel-Handbuch. Band 1. Deutscher Verlag fßr Musik, Leipzig 1978, ISBN 3-7618-0610-8 (Unveränderter Nachdruck: Kassel 2008, ISBN 978-3-7618-0610-4).
⢠Bernd Baselt: Händel. Admeto. Booklettext zu: Eterna 827511, Berlin 1982.
⢠Winton Dean: Handelâs Operas, 1726â1741. Boydell & Brewer, London 2006; Reprint: The Boydell Press, Woodbridge 2009, ISBN 978-1-84383-268-3 (englisch).
⢠Christopher Hogwood: Georg Friedrich Händel. Eine Biographie (= Insel-Taschenbuch 2655). Aus dem Englischen von Bettina Obrecht. Insel Verlag, Frankfurt am Main / Leipzig 2000, ISBN 3-458-34355-5.
⢠Paul Henry Lang: Georg Friedrich Händel. Sein Leben, sein Stil und seine Stellung im englischen Geistes- und Kulturleben. Bärenreiter-Verlag, Basel 1979, ISBN 3-7618-0567-5.
⢠Silke Leopold: Händel. Die Opern. Bärenreiter-Verlag, Kassel 2009, ISBN 978-3-7618-1991-3.
⢠Albert Scheibler: Sämtliche 53 Bßhnenwerke des Georg Friedrich Händel, Opern-Fßhrer. Edition KÜln, Lohmar/Rheinland 1995, ISBN 3-928010-05-0.
⢠Saskia Woyke: Admeto, Re di Tessaglia (HWV 22), in: Arnold Jacobshagen, Panja MĂźcke (Hrsg.): Händels Opern â Das Handbuch. Teilband II. Laaber, (o. O.) 2009, S. 176â183
Weblinks
Commons
: Admeto (Händel)
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
⢠Partitur von Admeto (Händel-Werkausgabe, hrsg. v. Friedrich Chrysander, Leipzig 1877)
⢠Admeto: Noten und Audiodateien im International Music Score Library Project
⢠Handlung und Libretto von Admeto in deutscher Sprache bei Opera-Guide
⢠Weitere Angaben zu Admeto
⢠detaillierte Angaben zu Alessandro (franzÜsisch)
⢠Handlung und Hintergrund von Admeto (englisch)
⢠Burney ßber Admeto
⢠Erstdruck (Arienpartitur) (John Cluer, London 1727) von Admeto
⢠Admetos im Greek Myth Index
⢠Euripides: Alkestis
Einzelnachweise
cite-note-11. â Die verwandte Gattung der Serenata (mit Aci, Galatea e Polifemo) wurde dabei nicht berĂźcksichtigt.
cite-note-22. â Aufzählung der mythologischen Opern in: Silke Leopold: Händel. Die Opern. Bärenreiter-Verlag, Kassel 2009, S. 66
cite-note-33. â Christopher Hogwood: Georg Friedrich Händel. Eine Biographie. Aus dem Englischen von Bettina Obrecht. Verlag J.B Metzler, Stuttgart/Weimar, 1992, S. 155 ff.
cite-note-44. â Editionsleitung der Hallischen Händel-Ausgabe: Dokumente zu Leben und Schaffen. In: Walter Eisen (Hrsg.): Händel-Handbuch. Band 4. Deutscher Verlag fĂźr Musik, Leipzig 1985, S. 143 und 146.
cite-note-55. â Siehe am 28. September 1726, in: Editionsleitung der Hallischen Händel-Ausgabe: Dokumente zu Leben und Schaffen. In: Walter Eisen (Hrsg.): Händel-Handbuch. Band 4. Deutscher Verlag fĂźr Musik, Leipzig 1985, S. 143.
cite-note-66. â Alle Fakten auch in: Winton Dean: Handelâs Operas, 1726â1741. Boydell & Brewer, London 2006; Reprint: The Boydell Press, Woodbridge 2009, S. 3
cite-note-baselt-77. â Bernd Baselt: Thematisch-systematisches Verzeichnis. BĂźhnenwerke. In: Walter Eisen (Hrsg.): Händel-Handbuch. Band 1. Deutscher Verlag fĂźr Musik, Leipzig 1978, ISBN 3-7618-0610-8 (unveränderter Nachdruck, Kassel 2008, ISBN 978-3-7618-0610-4), S. 285.
cite-note-88. â Winton Dean: Handelâs Operas, 1726â1741. Boydell & Brewer, London 2006; Reprint: The Boydell Press, Woodbridge 2009, S. 49 und 56â58
cite-note-99. â Editionsleitung der Hallischen Händel-Ausgabe: Dokumente zu Leben und Schaffen. In: Walter Eisen (Hrsg.): Händel-Handbuch. Band 4. Deutscher Verlag fĂźr Musik, Leipzig 1985, S. 144.
cite-note-1010. â Editionsleitung der Hallischen Händel-Ausgabe: Dokumente zu Leben und Schaffen. In: Walter Eisen (Hrsg.): Händel-Handbuch. Band 4. Deutscher Verlag fĂźr Musik, Leipzig 1985, S. 146.
cite-note-1111. â Editionsleitung der Hallischen Händel-Ausgabe: Dokumente zu Leben und Schaffen. In: Walter Eisen (Hrsg.): Händel-Handbuch. Band 4. Deutscher Verlag fĂźr Musik, Leipzig 1985, S. 149.
cite-note-1212. â Winton Dean: Handelâs Operas, 1726â1741. Boydell & Brewer, London 2006; Reprint: The Boydell Press, Woodbridge 2009, S. 50
cite-note-131. Johann Joachim Quantz: Herrn Johann Joachim Quantzens Lebenslauf, von ihm selbst entworfen. In: Friedrich Wilhelm Marpurg: Historisch-Kritische Beyträge zur Aufnahme der Musik. Band 1, St. 3. Verlag Schßtzens, Berlin 1754, S. 239 ff.
cite-note-142. Editionsleitung der Hallischen Händel-Ausgabe: Dokumente zu Leben und Schaffen. In: Walter Eisen (Hrsg.): Händel-Handbuch. Band 4. Deutscher Verlag fßr Musik, Leipzig 1985, ISBN 978-3-7618-0717-0, S. 146.
cite-note-1515. â Charles Burney: A General History of Music: from the Earliest Ages to the Present Period. Vol. 4, London 1789, originalgetreuer Nachdruck: Cambridge University Press 2010, ISBN 978-1-1080-1642-1, S. 316.
cite-note-1616. â Winton Dean: Handelâs Operas, 1726â1741. Boydell & Brewer, London 2006; Reprint: The Boydell Press, Woodbridge 2009, S. 50, FuĂnote 18
cite-note-1717. â Charles Burney: A General History of Music: from the Earliest Ages to the Present Period. Vol. 4, London 1789, originalgetreuer Nachdruck: Cambridge University Press 2010, ISBN 978-1-1080-1642-1, S. 318.
cite-note-ograjen-ek-1818. â Suzana OgrajenĹĄek: The Rival Queens. In: Annette Landgraf, David Vickers: The Cambridge Handel Encyclopedia. Cambridge University Press 2009, ISBN 978-0-521-88192-0, S. 544 f.
cite-note-1919. â Das genaue Datum gibt Dean. Winton Dean: Handelâs Operas, 1726â1741. Boydell & Brewer, London 2006; Reprint: The Boydell Press, Woodbridge 2009, S. 4
cite-note-2020. â Deutsche Ăbersetzung des Briefes in Friedrich Chrysander: G. F. Händel. Zweiter Band. Breitkopf & Härtel, Leipzig 1860, S. 158 f.
cite-note-2121. â Winton Dean: Handelâs Operas, 1726â1741. Boydell & Brewer, London 2006; Reprint: The Boydell Press, Woodbridge 2009, S. 4
cite-note-2222. â Johann Joachim Quantz: Herrn Johann Joachim Quantzens Lebenslauf, von ihm selbst entworfen. In: Friedrich Wilhelm Marpurg: Historisch-Kritische Beyträge zur Aufnahme der Musik. Band 1, St. 3. Verlag SchĂźtzens, Berlin 1754, S. 242.
cite-note-2323. â Winton Dean: Handelâs Operas, 1726â1741. Boydell & Brewer, London 2006; Reprint: The Boydell Press, Woodbridge 2009, S. 5
cite-note-2424. â Christopher Hogwood: Georg Friedrich Händel. Eine Biographie. Aus dem Englischen von Bettina Obrecht. Verlag J.B Metzler, Stuttgart/Weimar, 1992, S. 359 f.
cite-note-2525. â Winton Dean: Handelâs Operas, 1726â1741. Boydell & Brewer, London 2006; Reprint: The Boydell Press, Woodbridge 2009, S. 51
cite-note-2626. â Siehe 1. und 15. Juni 1728, in: Editionsleitung der Hallischen Händel-Ausgabe: Dokumente zu Leben und Schaffen. In: Walter Eisen (Hrsg.): Händel-Handbuch. Band 4. Deutscher Verlag fĂźr Musik, Leipzig 1985, S. 162.
cite-note-2727. â Winton Dean: Handelâs Operas, 1726â1741. Boydell & Brewer, London 2006; Reprint: The Boydell Press, Woodbridge 2009, S. 51 unten bis 53 oben
cite-note-2828. â Winton Dean: Handelâs Operas, 1726â1741. Boydell & Brewer, London 2006; Reprint: The Boydell Press, Woodbridge 2009, S. 53
cite-note-2929. â Christopher Hogwood: Georg Friedrich Händel. Eine Biographie. Aus dem Englischen von Bettina Obrecht. Verlag J.B Metzler, Stuttgart/Weimar, 1992, S. 372
cite-note-3030. â Winton Dean: Handelâs Operas, 1726â1741. Boydell & Brewer, London 2006; Reprint: The Boydell Press, Woodbridge 2009, S. 54
cite-note-3131. â Saskia Woyke: Admeto, Re di Tessaglia (HWV 22), in: Arnold Jacobshagen, Panja MĂźcke (Hrsg.): Händels Opern â Das Handbuch. Teilband II. Laaber, (o. O.) 2009, S. 183, FuĂnote 6
cite-note-3232. â Dean plädierte fĂźr Haym. Winton Dean: Handelâs Operas, 1726â1741. Boydell & Brewer, London 2006; Reprint: The Boydell Press, Woodbridge 2009, S. 39
cite-note-3333. â Reinhard Strohm und Ellen T.Harris plädierten fĂźr Rolli. Siehe: Ellen T. Harris u. a.: The librettos of Handel's operas : a collection of seventy-one librettos documenting Handel's operatic career, Garland, New York 1989, ISBN 0-8240-3862-2, S. xiv
cite-note-3434. â Winton Dean: Handelâs Operas, 1726â1741. Boydell & Brewer, London 2006; Reprint: The Boydell Press, Woodbridge 2009, ISBN 978-1-84383-268-3, S. 38 und 39 (auch FuĂnote 7)
cite-note-3535. â Winton Dean: Handelâs Operas, 1726â1741. Boydell & Brewer, London 2006; Reprint: The Boydell Press, Woodbridge 2009, ISBN 978-1-84383-268-3, S. 39â40
cite-note-3636. â Saskia Woyke: Admeto, Re di Tessaglia (HWV 22), in: Arnold Jacobshagen, Panja MĂźcke (Hrsg.): Händels Opern â Das Handbuch. Teilband II. Laaber, (o. O.) 2009, S. 178
cite-note-3737. â Leopolds Informationen zu Antigona widersprechen sich, einerseits bezeichnet sie sie als Tochter des Laomedon, andererseits meint sie, beide Figuren seien âfrei erfundenâ. Silke Leopold: Händel. Die Opern. Bärenreiter-Verlag, Kassel 2009, S. 206
cite-note-3838. â Winton Dean: Handelâs Operas, 1726â1741. Boydell & Brewer, London 2006; Reprint: The Boydell Press, Woodbridge 2009, S. 41
cite-note-woyke-180-3939. â Saskia Woyke: Admeto, Re di Tessaglia (HWV 22), in: Arnold Jacobshagen, Panja MĂźcke (Hrsg.): Händels Opern â Das Handbuch. Teilband II. Laaber, (o. O.) 2009, S. 180
cite-note-baselt2-4040. â Bernd Baselt: Händel. Admeto. Booklettext zur Einspielung: Eterna 827511, Berlin 1982, S. 3â9
cite-note-4141. â âThe last act, though a certain relaxation towards comedy was clearly deliberate, shows a decline from the superb level of the first twoâ. Dean empfand als besonderen Schwachpunkt die Rolle der Alceste (u. a. wegen der Verkleidung) ab dem zweiten Akt. Winton Dean: Handelâs Operas, 1726â1741. Boydell & Brewer, London 2006; Reprint: The Boydell Press, Woodbridge 2009, S. 40â41
cite-note-4242. â Alle im Folgenden erwähnten Tonarten, Taktarten und Vortragsbezeichnungen, wenn nicht in anderen Quellen erwähnt, siehe: Bernd Baselt: Thematisch-systematisches Verzeichnis. BĂźhnenwerke. In: Walter Eisen (Hrsg.): Händel-Handbuch. Band 1. Deutscher Verlag fĂźr Musik, Leipzig 1978, ISBN 3-7618-0610-8 (unveränderter Nachdruck, Kassel 2008, ISBN 3-7618-0610-8), S. 287â300.
cite-note-4343. â Winton Dean: Handelâs Operas, 1726â1741. Boydell & Brewer, London 2006; Reprint: The Boydell Press, Woodbridge 2009, S. 49
cite-note-4444. â Charles Burney: A General History of Music: from the Earliest Ages to the Present Period. Vol. 4, London 1789, originalgetreuer Nachdruck: Cambridge University Press 2010, ISBN 978-1-1080-1642-1, S. 315 f.
cite-note-4545. â Eine etwas genauere Beschreibung der Szene in: Winton Dean: Handelâs Operas, 1726â1741. Boydell & Brewer, London 2006; Reprint: The Boydell Press, Woodbridge 2009, S. 42â43
cite-note-4646. â Leopold bespricht und interpretiert die Eingangsszene ausfĂźhrlich, ob man allerdings die Szene damals wirklich als âskandalĂśsâ empfand, wie sie unterstellt, erscheint fraglich. Silke Leopold: Händel. Die Opern. Bärenreiter-Verlag, Kassel 2009, S. 206
cite-note-4747. â Winton Dean: Handelâs Operas, 1726â1741. Boydell & Brewer, London 2006; Reprint: The Boydell Press, Woodbridge 2009, S. 45
cite-note-4848. â Winton Dean: Handelâs Operas, 1726â1741. Boydell & Brewer, London 2006; Reprint: The Boydell Press, Woodbridge 2009, S. 41
cite-note-4949. â Winton Dean: Handelâs Operas, 1726â1741. Boydell & Brewer, London 2006; Reprint: The Boydell Press, Woodbridge 2009, S. 43â44
cite-note-5050. â Winton Dean: Handelâs Operas, 1726â1741. Boydell & Brewer, London 2006; Reprint: The Boydell Press, Woodbridge 2009, S. 44
cite-note-5151. â Friedrich Chrysander: G. F. Händel. Zweiter Band. Breitkopf & Härtel, Leipzig 1860, S. 156â157.
cite-note-5252. â Winton Dean: Handelâs Operas, 1726â1741. Boydell & Brewer, London 2006; Reprint: The Boydell Press, Woodbridge 2009, S. 51
cite-note-5353. â Bernd Baselt: Thematisch-systematisches Verzeichnis. BĂźhnenwerke. In: Walter Eisen (Hrsg.): Händel-Handbuch. Band 1. Deutscher Verlag fĂźr Musik, Leipzig 1978, ISBN 3-7618-0610-8 (unveränderter Nachdruck, Kassel 2008, ISBN 3-7618-0610-8), S. 282.
cite-note-5454. â AusfĂźhrlichere Betrachtungen zu Alcestes Arien in: Winton Dean: Handelâs Operas, 1726â1741. Boydell & Brewer, London 2006; Reprint: The Boydell Press, Woodbridge 2009, S. 45 f
cite-note-5555. â Winton Dean: Handelâs Operas, 1726â1741. Boydell & Brewer, London 2006; Reprint: The Boydell Press, Woodbridge 2009, S. 47
cite-note-5656. â AusfĂźhrlichere Betrachtungen zu Antigonas Part in: Winton Dean: Handelâs Operas, 1726â1741. Boydell & Brewer, London 2006; Reprint: The Boydell Press, Woodbridge 2009, S. 47â48
cite-note-5757. â Winton Dean: Handelâs Operas, 1726â1741. Boydell & Brewer, London 2006; Reprint: The Boydell Press, Woodbridge 2009, S. 48
cite-note-5858. â Etwas genauere Beschreibungen der Arien fĂźr die drei Nebenrollen in: Winton Dean: Handelâs Operas, 1726â1741. Boydell & Brewer, London 2006; Reprint: The Boydell Press, Woodbridge 2009, S. 48â49
cite-note-593. Englisches Original in: Winton Dean: Handelâs Operas, 1726â1741. Boydell & Brewer, London 2006; Reprint: The Boydell Press, Woodbridge 2009, S. 50
cite-note-604. FranzÜsisches Original in: Editionsleitung der Hallischen Händel-Ausgabe: Dokumente zu Leben und Schaffen. In: Walter Eisen (Hrsg.): Händel-Handbuch. Band 4. Deutscher Verlag fßr Musik, Leipzig 1985, ISBN 978-3-7618-0717-0, S. 167.
cite-note-615. Editionsleitung der Hallischen Händel-Ausgabe: Dokumente zu Leben und Schaffen. In: Walter Eisen (Hrsg.): Händel-Handbuch. Band 4. Deutscher Verlag fßr Musik, Leipzig 1985, ISBN 978-3-7618-0717-0, S. 150.
cite-note-626. Friedrich Chrysander: G. F. Händel. Zweiter Band. Breitkopf & Härtel, Leipzig 1860, S. 158 f.
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